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Karriere und Beruf

Jobwechsel: Ja oder Nein?

Langeweile, Überforderung, Probleme mit dem Chef, den Kollegen oder einfach mehr Gehalt – die Gründe für einen Jobwechsel können vielfältig sein. Wann ein Jobwechsel wirklich sinnvoll ist und was dabei beachtet werden sollte, verrät koeln.de.

 

Aktuelle Jobs in Köln

 

Während häufige Jobwechsel früher eine Seltenheit waren, sind sie heute zur Normalität geworden: Deutsche Arbeitnehmer wechseln im Durchschnitt alle vier Jahre den Arbeitgeber.

Während der Schule oder des Studiums können bereits erste Berufserfahrungen durch Praktika, StudentenjobsNebenjobs oder Minijobs gesammelt werden. Bei vielen Absolventen beginnt die eigentliche berufliche Orientierungsphase jedoch erst nach Abschluss der Schule oder des Studiums. In dieser Phase der Selbstreflexion finden bei Berufsanfängern häufige Jobwechsel statt. Für Arbeitgeber sind diese Jobwechsel durchaus nachvollziehbar, da Absolventen sich erstmal über ihre Fähigkeiten und Interessen bewusst werden müssen.

Wer hingegen nach einigen Jahren Berufserfahrung kontinuierlich innerhalb kurzer Zeit den Job wechselt, wirft bei potentiellen neuen Arbeitgebern Fragen auf. Der häufige Wechsel der beruflichen Stationen, auch unter „Job Hopping“ bekannt, lässt auf Sprunghaftigkeit, fehlende Zuverlässigkeit und mangelndes Durchhaltevermögen der Bewerber hindeuten und kann bei Personalern einen negativen Beigeschmack hinterlassen. Ausnahmen bestätigen jedoch die Regel: Weniger kritisch sehen es die Arbeitgeber, wenn der Lebenslauf trotz zahlreicher Jobwechsel nachvollziehbar ist und die häufigen Jobwechsel plausibel begründet werden können.

Pro und Kontra abwägen

Wer sich auf eine neue Stelle bewirbt, sollte zunächst eine Ist-Analyse des jetzigen Jobs durchführen. Dabei sollten Faktoren wie der Vorgesetzte, die Kollegen, die Aufgaben und das Gehalt besonders unter die Lupe genommen werden. Es wird kaum einen Job geben, in dem alle Bedingungen positiv sind. Hat man die Probleme identifiziert, sollte ein entsprechendes Gespräch mit dem Vorgesetzten und/oder den Kollegen geführt werden, um die Situation zu verbessern. Nicht immer ist ein Austritt aus dem Unternehmen nötig: Häufig verhelfen neue Aufgaben, andere Arbeitszeiten oder ein interner Stellenwechsel zu mehr Zufriedenheit.

5 Gründe für einen neuen Job

Doch wann ist ein Jobwechsel wirklich sinnvoll? Koeln.de hat fünf gute Gründe für einen Jobwechsel zusammengestellt.

1. Gesundheit

Das wichtigste Argument für einen neuen Job ist die Gesundheit. Eine zu große Stressbelastung, ein cholerischer Chef oder mobbende Kollegen können auf Dauer krank machen. Ändert sich die Situation trotz mehrfacher Rücksprachen mit dem Chef oder dem Betriebsrat nicht, sollten sich Arbeitnehmer dringend auf die Suche nach einem neuen Job begeben.

2. Fehlende Weiterbildungsmöglichkeiten

Um Zufriedenheit und Motivation zu gewährleisten, sollten Unternehmen gezielt Weiterbildungen anbieten, um ihre Talente zu halten und zu fördern. Gibt es im Unternehmen keinerlei Karriereperspektiven und somit auch keine neuen Herausforderungen, wird es Zeit, nach attraktiven Stellen Ausschau zu halten.

3. Berufswechsel

Nicht selten stellen Arbeitnehmer fest, dass der bereits gewählte Berufszweig nicht den eigentlichen Vorstellungen und Wünschen entspricht. Ist man sich über seinen Traumjob im Klaren, sollte dieser auch realisiert werden. Dies kann in Form einer zweiten Ausbildung, einer Umschulung oder eines Studiums erfolgen.

4. Zahlungsschwierigkeiten

Wenn die Auftragslage stark zurückgeht, das eigene Gehalt nicht mehr rechtzeitig gezahlt wird und die Insolvenz des Unternehmens droht, ist Obacht geboten: Um der drohenden Arbeitslosigkeit zu entfliehen, sollten Arbeitnehmer ein Zwischenzeugnis anfordern, ihren Lebenslauf aktualisieren und die Jobbörsen nach neuen beruflichen Herausforderungen durchstöbern.

5. Familiäre Gründe

Ein nachvollziehbarer Grund für Arbeitgeber ist der Wunsch der Arbeitnehmer aufgrund des Nachwuchses von einer Vollzeit- in eine Teilzeitbeschäftigung zu wechseln. Aber auch ein aus familiären Gründen bedingter Umzug in eine andere Stadt und eine damit verbundene neue Arbeitsstelle ist heutzutage keine Seltenheit. Familiäre Gründe müssen bei einer Bewerbung für einen neuen Job nicht zwangsläufig angegeben werden, können Bewerbern jedoch aufgrund der Nachvollziehbarkeit Vorteile verschaffen.

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