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Tipps und Tricks

Das perfekte Bewerbungsschreiben

Die richtige Bewerbung zu verfassen ist kein Kinderspiel und benötigt vor allem Zeit und Geduld. Eine schlechte Bewerbung führt schlimmstenfalls dazu, dass sie vom Personaler direkt in den Papierkorb befördert wird. koeln.de verrät Tipps für ein perfektes Bewerbungsschreiben.

 

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Originelle Einleitung wählen

Den Personaler mit einem perfekten Anschreiben von sich überzeugen - das gelingt vor allem, in dem der erste Absatz den Wunscharbeitgeber fesselt. Von Phrasen wie „Hiermit bewerbe ich mich“, „Mit großem Interesse habe ich Ihre Ausschreibung gelesen“ und „Ich bin auf der Suche nach einer neuen beruflichen Herausforderung“ ist der Arbeitgeber gelangweilt. Bewerber sollten mit maximal drei Sätzen in der Einleitung die Neugier des Adressaten wecken. Dies kann beispielsweise erfolgen, in dem Bewerber ihre besten Qualifikation nennen und somit den Gewinn erläutern, der sich für das Unternehmen durch eine Anstellung ergibt. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die Begeisterung für das Unternehmen und/oder dessen Produkte in der Einleitung zu verdeutlichen oder die Beweggründe für die Bewerbung zu nennen. Alternativ dazu können sich Bewerber für ein geführtes Telefonat oder einen anderen Kontakt bedanken. Dadurch rufen sich Bewerber bei dem Leser in Erinnerung und die Bewerbung wirkt direkt personalisierter.

Tipp: Der Bezug zur Stellenanzeige und gegebenenfalls zu einer Chiffre-Nummer gehört in die Betreffzeile und sollte nicht in der Einleitung erwähnt werden!

Spannung im Hauptteil erzeugen

Für viele Bewerber ist der Hauptteil des Anschreibens die größte Herausforderung. Im Hauptteil muss der Arbeitgeber durch fachliche und persönliche Qualifikationen überzeugt werden.

Empfehlenswert ist es, am Ende des Hauptteils eine Referenzperson anzugeben, die sich positiv zu dem Bewerber äußert. Eine Formulierung dazu könnte etwa so aussehen: „Frau Schmitz von der Firma Müller KG bestätigt Ihnen gerne mein Organisationstalent und Verhandlungsgeschick.“ Im Anschluss daran folgt, falls in der Stellenanzeige gewünscht, die Angabe des frühestmöglichen Eintrittstermins und die Gehaltsvorstellung in Form des Bruttojahresgehalts. 

Die einzelnen beruflichen Stationen werden bereits im Lebenslauf aufgegriffen und sollten nicht im Bewerbungsschreiben einfach wiederholt werden. Daher gilt es, sich im Anschreiben auf die Soft Skills zu fokussieren. Typische Floskeln und „Ich“-Formulierungen wie „Ich bin teamfähig, engagiert und motiviert“ sollten nicht aneinandergereiht, sondern die persönlichen Fähigkeiten mit Tätigkeiten oder absolvierten Projekten verbunden werden.

Die bisherigen und für den neuen Job relevanten Tätigkeiten sollten nach absteigender Relevanz sortiert werden. Hier gilt, dass die derzeitige Position das wichtigste Argument ist und daher zuerst gebracht werden sollte. Weiterhin sollte in jeder Bewerbung persönlich und individuell auf das Unternehmen eingegangen werden. Wichtig ist der anschließende Bezug zwischen dem Werdegang und dem gewünschten Job: Welche für die Stelle relevanten Erfahrungen konnten in der bisherigen beruflichen Laufbahn gesammelt werden? Welche Erfolge konnten verzeichnet werden? Der Arbeitgeber muss davon überzeugt werden, dass der Bewerber ihm einen Mehrwert bietet.

Tipp: Insgesamt sollte das Bewerbungsschreiben zwischen 1700 und 2200 Anschläge inklusive Leerzeichen umfassen und maximal eine DIN-A4-Seite lang sein. Nach 6-7 Sätzen sollte jeweils ein Absatz eingefügt werden, um das Anschreiben lesefreundlicher zu gestalten.

Selbstbewussten Schlusssatz formulieren

Das Anschreiben wird durch einen Schlusssatz beendet, der keinesfalls im Konjunktiv formuliert werden darf. Begriffe wie „würde“ und „könnte“ zeugen nicht von Selbstbewusstsein. „Habe ich Ihr Interesse geweckt? Dann freue ich mich auf ein persönliches Gespräch“ oder „Gerne möchte ich Sie in einem persönlichen Gespräch von mir überzeugen“ wirken hingegen sicher. Nach einer Leerzeile folgt die Grußformel: „Mit freundlichen Grüßen“ kann dabei ebenso eingesetzt werden wie die Formulierung „Herzliche Grüße“.

Tipp: Mit dem Einfügen eines Postskriptums (P.S.) können Bewerber die Aufmerksamkeit des Personalers am Schluss nochmal einfangen. Ein P.S. wird immer gelesen und kann genutzt werden, um beispielsweise die eigene Telefonnummer anzugeben - verbunden mit dem Wunsch den Arbeitgeber gerne persönlich kennenzulernen.

Checkliste für das Bewerbungsschreiben

  • Absender und Empfänger
  • Aktuelles Datum
  • Betreff mit Bezug auf die Stellenanzeige, ggf. Angabe der Chiffre-Nummer
  • Persönliche Anrede
  • Einleitung
  • Hauptteil (Hard Skills und Soft Skills, Bezug zum Unternehmen)
  • Kündigungsfristen und Gehaltsvorstellungen, wenn dies in der Stellenanzeige gewünscht ist
  • Schlusssatz und Grußformel
  • Unterschrift (Lebenslauf ebenfalls unterschreiben)
  • Anlagen (Lebenslauf, Zeugnisse)

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