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10.11.2017 - 04.03.2018

Wüste – Meer - Schöpfermythen | Aboriginal Art der Spinifex und Yolŋu

Termin: 10.11.2017 - 04.03.2018
Ort: Rautenstrauch-Joest-Museum

Das Rautenstrauch-Joest- Museum widmet zum ersten Mal, der auf dem internationalen Kunstmarkt gefragten, zeitgenössischen Kunst australischer Aborigines eine eigene Ausstellung.

Die Ursprünge der als „Aboriginal Art" bezeichneten Kunst liegen in der Sand-, Körper- und Felsenmalerei. Sie gilt als die älteste kontinuierliche Kunsttradition der Welt.

Das Rautenstrauch-Joest-Museum stellt in Kooperation mit der Freiburger Galerie Artkelch Werke von zwei führenden Künstlerkooperativen einander gegenüber: dem Spinifex Arts Project aus der Great Victoria Desert in Westaustralien und dem Buku-Larrŋgay-Mulka Centre der Yolŋu (Selbstbezeichnung der dort lebenden indigenen Bevölkerung) im nordöstlich am Meer gelegenen Arnhemland.

Inhaltlich am zentralen Thema der Schöpfungsmythen der „Traumzeit" orientiert verbindet die beiden Künstlergemeinschaften in der Wüste und am Meer die Auseinandersetzung mit dem Zusammenspiel von Vergangenheit und Gegenwart, dem Spirituellen mit dem Säkularen, den Menschen und ihrem Land.

Stilistisch dagegen könnte die Kunst aus beiden Regionen Australiens gegensätzlicher nicht sein. Die Spinifex People verwenden synthetische Acrylfarbe und gleichmäßig gewebte Leinen- und Baumwollstoffe. Dahingegen findet man bei den Yolŋu vom Buku-Larrŋgay-Mulka Centre natürliche Erdpigmente, Rinde, von Termiten ausgehöhlte Stämme von Eukalyptusbäumen und ausgediente Holz- und Kartonplatten als Träger von Farbe.

Unabhängig von den Kunststilen jedoch haben beide Kunstzentren ihre Malerei schon früh politisch eingesetzt. Die Energie der Schöpferahnen ist in den kraftvollen Werken der Spinifex ebenso gegenwärtig wie in den schimmernden Energiemustern der Yolŋu. Auch ohne Vorwissen über Schöpfungsgeschichte, Land und Identität der beiden Künstlergruppen, haben die Werke ihre ganz eigene kraftvolle Ausstrahlung.

Ein vielfältiges Begleitprogramm beleuchtet Gegensätze und Gemeinsames der Aboriginal Art über den gesamten Zeitraum der Ausstellung.

(zuletzt aktualisiert: 24. Oktober 2017 - 11:16 Uhr)

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