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24. März bis 11. Juni 2017

Die Kunst der Pause. Tranzparenz und Wiederholung

Termin: 24.03.2017 bis 11.06.2017
Ort: Wallraf-Richartz-Museum - Fondation Corboud (WRM)

Butterbrotpapier und einen dünnen Bleistift - mehr braucht es nicht, um ein interessantes Motiv abzupausen. Die älteste Kopiertechnik der Menschheit gehört zwar zur  zeichnerischen Praxis, ist aber nur selten in einem Museum zu finden, wohl auch wegen seiner Alltäglichkeit. Dennoch widmet das Wallraf-Richartz-Museum dem Thema nun eine eigene Sonderausstellung.

Mit „Die Kunst der Pause. Transparenz und Wiederholung" rückt das Kölner Haus das fragile Medium in den Mittelpunkt des Interesses. Anhand von mehr als 30 Exponaten wird die Historie der Pause ergründet und ihre Aufgabenvielfalt im künstlerischen Schaffensprozess dargestellt.

Schon um 1400 beschrieb der italienische Maler Cennino Cennini in seinem bedeutenden Lehrbuch über die Malerei des Spätmittelalters (Libro dell'arte) ausführlich die Herstellung durchscheinender Papiere. Diese wurden entweder durch das Tränken in Öl oder das Auskochen von Fischleim durchscheinend gemacht.

Viele Jahrhunderte lag der einzige Zweck dieser Pausen in der Übertragung einer künstlerischen Komposition auf einen anderen Bildträger. Da bei diesem Arbeitsvorgang die Pause selbst aber zumeist zerstört wurde, sind nur wenige Exemplare aus dieser Zeit erhalten geblieben. Erst ab Ende des 18. Jahrhunderts wurde die Pause für viele Künstler zu einem wichtigen Hilfsmittel bei der Weiterentwicklung von Bildkompositionen oder zur Vorbereitung von Reproduktionsstichen nach berühmten Gemälden. Fortan blieben die Pausen als Zeugnisse von zeichnerischen Eingriffen mit eigenem künstlerischem Anspruch bis heute erhalten.

Die Sonderausstellung im Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud läuft vom 24. März bis 11. Juni. Das Museum an den Obenmarspforten hat Dienstag bis Sonntag von 10 Uhr bis 18 Uhr geöffnet und jeden ersten und dritten Donnerstag sogar bis 22 Uhr.

(zuletzt aktualisiert: 20. Juni 2017 - 11:08 Uhr)

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