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10. März bis 5. Juni 2017

AUFSTAND! Renaissance, Reformation und Revolte im Werk von Käthe Kollwitz

Termin: 10.03.2017 bis 05.06.2017
Ort: Käthe Kollwitz Museum

Im Jubiläumsprogramm zum 150. Geburtstag von Käthe Kollwitz stellt das gleichnamige Museum in der Sonderausstellung "AUFSTAND! Renaissance, Reformation und Revolte im Werk von Käthe Kollwitz" den graphischen Zyklus „Bauernkrieg" (1902/03-1908) in den Fokus.

Die Radierfolge „Bauernkrieg" steht in zweifacher Hinsicht für den Aufbruch in eine neue Zeit: Zum einen zeigt sie den Aufstand erniedrigter Bauern von 1524 bis 1525. Damit führt Käthe Kollwitz dem Betrachter ein Selbstverständnis des Menschen in der frühen Neuzeit vor Augen, das auf Freiheit und Würde pocht.

Zum anderen zeigt die Bilderfolge die künstlerische Revolte der späten Neuzeit. So unterzog Kollwitz ihre Bildsprache im Laufe der Entstehungsgeschichte des Zyklus einer regelrechten Reformation, die sich in etlichen Entwürfen und verworfenen Kompositionen niederschlug. Die endgültigen gestalterischen Lösungen zitieren dann ebenso Vorbilder von Renaissance-Meistern wie Dürer, Masaccio und Michelangelo sowie Werke anerkannter Größen der Moderne, etwa Daumier, Manet und Rodin.

Aufgrund der Bildlösungen, zu denen die Künstlerin gelangt war, wurde ihr als erster Frau und Graphikerin noch vor Fertigstellung des Zyklus der von Max Klinger begründete Villa-Romana-Preis verliehen, der erste deutsche Kunstpreis überhaupt. Verbunden damit war 1907 ein Aufenthalt im Künstlerhaus Villa Romana in Florenz - ein Ereignis, das sich 2017 zum 110. Mal jährt. Zahlreiche Leihgaben aus dem In- und Ausland ergänzen in dieser Ausstellung den reichhaltigen eigenen Bestand des Hauses und präsentieren unter anderem auch Werke von Künstlern, die Kollwitz für ihre eigene Bildfindung herangezogen hatte.

Das Käthe Kollwitz Museum feiert das Jubiläumsjahr der Künstlerin mit einer ganzen Reihe im laufenden Ausstellungsjahr. Das Kölner Haus hat heute die weltweit umfangsreichste Sammlung der 1945 verstorbenen Künstlerin. Ihr Werk umfasst Themen wie Krieg, Armut und Tod, aber auch Liebe, Geborgenheit und das Ringen um Frieden. Die Ausstellung wird von einem umfangreichen Rahmenprogramm begleitet, außerdem wird ein Katalog zu der Sonderausstellung erscheinen.

Das Haus am Neumarkt hat Dienstag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr geöffnet, sowie Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 11 bis 18 Uhr. Der reguläre Eintritt beträgt 5 Euro, ermäßigt nur 2 Euro.

(zuletzt aktualisiert: 6. Juni 2017 - 12:05 Uhr)

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